Von der Werkbank zum computergesteuerten Arbeitsplatz

Ingenieurskunst – ist dieses Wort nicht eigentlich ein Widerspruch in sich? Mit „Kunst“ verbindet man im Allgemeinen Musik, Theater oder Malerei. Wie sollen diese Werke kultureller Bestrebungen nun mit dem technischen Beruf eines Ingenieurs in Verbindung gebracht werden? Betrachtet man die Geschichte, löst sich das Rätsel: Künstler waren auch immer hervorragende Handwerker. Erst im Laufe der Zeit haben sich die Wege getrennt; eines haben jedoch beide Zweige gemeinsam – den Anspruch auf erstklassige Arbeit. Als Beispiel sei an dieser Stelle der Maschinenbau genannt. Hier ist Deutschland führende Nation. Der Ausbildungsstandard ist hoch, die Produkte namhafter Firmen geniessen Weltruhm.

Fräsmaschinen „Made in Germany“ finden sich fast allen Werkhallen dieser Welt. Nicht umsonst sind diese Konstruktionen so beliebt, garantieren sie doch eine dauerhafte Möglichkeit, hochpräzise Bauteile zu formen. Wer sich für einen Beruf in der metallverarbeitenden Industrie entschieden hat, lernt zwar zunächst, wie man eine Feile richtig handhaben soll, wird aber recht schnell an diesen komplexen Apparaten eingesetzt. Schließlich lautet der Auftrag, Qualität zu produzieren. Gewährleistet werden kann die Umsetzung dieses Anspruches jedoch nur, wenn man Maschinen nutzt. Sie zu steuern ist eben auch eine Kunst!

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